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Bosch

Robert Bosch Gmbh

Die Robert Bosch GmbH ist ein internationaler Automobilzulieferer, Hersteller von Gebrauchsgütern (Elektrowerkzeugen und Haushaltgeräten) und Industrie- und Gebäudetechnik (Sicherheitstechnik) und darüber hinaus auch in der automatisierten Verpackungstechnik tätig. Die Robert Bosch GmbH verzeichet 450 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern.

Robert Bosch Battery Systems GmbH

Die 100%-ige Tochtergesellschaft Robert Bosch Battery Systems GmbH entwickelt heute Batteriesysteme für Hybridfahrzeuge und batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. Die steigenden Energieanforderungen der modernen Fahrzeuge erfordern einen enormen Entwicklungsfortschritt an die heutigen Batterien. Die Batterien der Robert Bosch Battery Systems GmbH kommen diesen hohen Leistungen und neuen Technologienanforderungen nach und legen eine weite Entwicklungsgeschichte zurück. Im Laufe der Zeit wurden die Batterien an die fortschrittlichen technischen Gegebenheiten angepasst. Die Batterien bieten nicht nur bei richtiger Kälte zuverlässigen Kaltstartstrom für jedes Fahrzeug, sondern gewährleisten zusätzlich auch den Betrieb der Heckscheibenheizung, dem Radio und anderen Verbrauchern.
Bosch bietet innovative Systeme und Technologien. So sorgt die EFB- und AGM-Technologie für hochleistungsfähige Energiequellen bei häufigen Starts für Start-Stopp-Systeme der gehobenen Autoklassen. Die AGM Technologie für besseren Auslaufschutz ermöglicht den Einbau in jeder Lage.

Bosch Batterien sind für alle Systeme maßgeschneidert, ob Motoren mit Start/Stopp-System oder auch mit Bremsrückgewinnung, oder für den konventionellen Fahrzeugantrieb im normalen Bereich Lade-/Entladezyklen.

Firmengeschichte Robert Bosch

Die Firma Bosch wurde 1886 von Robert Bosch, als kleine Werkstätte, in Stuttgart gegründet, in der er alle elektro-technischen und feinmechanischen Aufträge seiner Kunden betätigte. Von Telefoninstallationen bis hin zu elektrischen Klingeln. Robert Bosch brachte sich im Bereich Magnetzünder für Verbesserungen ein und wurde zum einzigen Anbieter einer wirklich zuverlässigen Zündung. Sein Chefentwickler Gottlob Honold lieferte 1902 eine verbesserte Technik, den Hochspannungsmagnetzünder mit Zündkerze. Die Lichtsysteme, Anlasser und Hörner gehörten ebenfalls zu Honolds Erfindungen.

1898 fasste Bosch in England Fuß. Gemeinsam mit dem Engländer Federic Simms, gründete er die Bosch-Gesellschaft in London. 1899 weitete Bosch sein Geschäft nach Frankreich, Paris aus. Da Frankreich der größte europäische Absatzmarkt für Automobile damals war, wurde der Bedarf an Magnetzündern durch die Produktionstätte in Paris gedeckt.

Bosch machte sich um die Jahrhundertwende, durch die damals ausgeführten Automobilrennen, einen Namen. Da Mercedes einen Sieg verzeichnete, dank der eingebauten zuverlässigen Bosch-Zündung, führte dies das Bosch-Unternehmen weiter an die Spitze. Die Erfolgsproduktion in den USA began 1906 in Massachusetts. Nebenher erweiterte Bosch seinen Markt nach Südafrika, Australien, Argentinien, China und Japan aus und erwirtschaftete bereits 1914, 99-Prozent des Gesamtumsatzes außerhalb Deutschlands. Folgend brachten neue Innovationen, wie Lichtmaschinen und Anlasser, Scheinwerfer, Regler und Batterien die Firma zum Erfolg.

1914 jedoch, zu Anfang des 1. Weltkrieges, fielen plötzlich alle Auslandsmärkte weg und die Produktion wurde auf Rüstungsgüter umgestellt. Bosch produziert nun Granatzünder. Auch die Mitarbeiter wurden an die Front gerufen und kamen zum großen Teil nicht mehr zurück. Bosch richtete in einer neuen Halle ein Lazarett ein. Nach dem Krieg gab es Anlaufschwierigkeiten. Da die Konkurrenz wuchs, führte Bosch 1925 die Fließbandfertigung ein und verkürzte so die Produktion eines Magnetzünders, von 50 Tagen auf nur noch 5. Bosch versuchte nun seinen Markt mit Autowischern, Batteriezündern und Hörnern, sowie Motorrad und Fahrradbeleuchtung zu erweitern. Der Fokus wurde auf Sicherheit im Straßenverkehr gelegt. 

Nach einer schweren Krise in der deutschen Automobilindustrie, war es Zeit für neue Geschäftsbereiche. Die Dieseleinspritzpumpe für LKWs und PKWs, ab 1927 Elektrowerkzeuge und Thermotechnik, sowie ganz neuen Ansätzen in der Radio- und Fernsehtechnologie und sogar Haarschneidemaschinen und Bohrhämmer wurden eingeführt. Nun ging es wieder bergauf. Die Forschung und Entwicklung fokusierte sich auf Benzineinspritztechniken bei Flugmotoren, und Fernsehtechnik. Dies wurde durch das nationalsozialistische Regime forciert und zu militärischen Zwecken benötigt.

Doch auch der 2. Weltkrieg erforderte die Umstellung der Produktion auf Kriegsgüter. Dadurch, dass ein Großteil der Belegschaft zum Kriegseinsatz einberufen wurde, ersetzte man diese durch Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten, die unter Teils menschenunwürdigen Verhältnissen leben und arbeiten mussten. Es wurden jedoch auch verfolgte Juden eingestellt, ihre Emigration unterstützt und vor dem Konzentrationslager geschützt. Robert Bosch starb 1942 und erlebte nicht mehr, wie seine Werke zerstört wruden. Er hatte jedoch ganz klare Zukunftsanweisungen hinterlassen, unter denen das Unternehmen weitergeführt wurde. Der Wiederaufbau begann, die internationalen Standorte waren wieder verloren und mussten neu erworben werden. Neue Geschäftsfelder wurden gegründet. Zunächst stellte Bosch Kochtöpfe aus Stahlhelmen, Transporthandwagen oder Regenschirme her. Vor dem Krieg, lag der internationale Umsatzanteil bei 50%. Nach dem Krieg fast bei Null. Doch der Wiederaufbau gelang schnell, dank schnell wachsenden Märkten in Ländern wie Brasilien und Indien. 1960 hatte Bosch 20% des internationalen Umsatzanteils zurück.


In den 50er Jahren erweiterte Bosch die Produktpalette entsprechend dem Konsumdrang der Menschen auf Küchen-, Bohrmaschinen und Autoradios. Die Benzineinspritzung wurde eine Innovation für das Automobil. Bosch erfand Neuerungen im Bereich Elektronik und brachte 1970 Transistoren und integrierte Schaltungen auf den Markt. Nach Mobilhydraulik, Medizineletronik und Funktechnik spezialisierte sich Bosch noch auf dem Gebiet von Verpackungen und in den 80er Jahren in der Telekommunikation.