Continental

Continental AG

Die Continental AG mit Hauptsitz in Hannover, ist einer der größten Automobilzulieferer der Welt. Das Ziel dieses Unternehmens ist es, die Sicherheit auf der Straße zu erhöhen, ohne den Fahrkomfort oder das Vergnügen zu beeinträchtigen. Neben der Reifenproduktion setzt das Unternehmen folgende Ziele: den Schutz des Lebens und der Gesundheit, mehr Lebensqualität, schnelleren Fortschritt und erhöhte Schonung der Umwelt. Im Bereich Elektromobilität entwickelt die Firma innovative Lösungen für Benzin- und Dieselmotoren und geht mit dem Ziel der Entwicklung nachhaltiger Fahrzeugsysteme voran. Für die steigende Anzahl der Unfälle heutzutage, arbeitet Continental stetig an neuen Fahrzeugsicherheitssystemen. Mit intelligenter Fahrzeugtechnik unterstützt das Unternehmen Fahrzeughersteller dabei, die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Hierzu gibt es passive und aktive Warnsysteme, sowie elektronische Fahrerassistenz- und Bremssysteme, die im Ernstfall bei Lenkung, Brems- und Fahrdynamik eingreifen und die Unfallrisiken minimieren.

Die Continental AG gliedert sich in 5 Sparten mit insgesamt 16 Marken. Die Sparten sind in übergeordnete Geschäftsfelder zugeordnet: Zum Geschäftsfeld Rubber-Group gehört die ContiTech AG (Technische Elastomere) und Tires (Reifen für PKWS, Nutzfahrzeuge, Industrie, Zweirad). Zur Automotive-Group gehören Chassis & Safety (Fahrgestell und Sicherheit), Interior (Innenraum) und Powertrain (Antriebsstrang).

Die Geschichte der Continental AG beginnt im Oktober 1871 in Hannover. Die Produktion von Weichgummiteilen und Reifenproduktion für Kutschen und Fahrräder beginnt zu dieser Zeit. Die Firma produziert im Laufe der Jahre Fahrrad-Luftreifen und später Autoluftreifen. Als erstes Unternehmen überhaupt, entwickelt die Continental AG auch Winterreifen. Die "Hindenburg", das erste deutsche Luftschiff wird mit Ballonstoff, den das Unternehmen herstellt, zur Abdichtung der Gaszellen ausgestattet. 1901 gewinnt Mercedes zum ersten Mal ein Automobilrennen mit Continental-Pneumatic bereift. Die Produktion entwickelt sich weiter über Nietengleitschutz-Reifen bis hin zu abnehmbaren Felgen. Der Franzose Blériot überquert den Ärmelkanal in einem mit Continental-Aeroplanstoff bespannten Flugzeug. Daraufhin werden die entwickelten Kautschuk-Systeme erstmals als Testreifen verarbeitet. Den Reifen von Continental wird 1921 Ruß hinzugefügt. Dies verlieh ihnen eine höhere Abriebfestigkeit und verbesserte die Haltbarkeit.

1936 beginnt die Reifenproduktion auf Kunstkautschukbasis und 1945 wird das Patent für die schlauchlosen Reifen angemeldet. Im 2. Weltkrieg leidet das Werk in Hannover unter schweren Bombenangriffen, doch die Produktion wird schnell wieder aufgenommen. Nach dem 2. Weltkrieg hatte das Stammwerk bereits 13.500 Beschäftigte und macht einen Jahresumsatz von 309 Millionen Deutsche Mark. Das Unternehmen beginnt Stahlcord-Transportbänder zu produzieren und kann schließlich auch in enger Zusammenarbeit mit Daimler und Porsche, an die Rennerfolge der Vorkriegszeit anknüpfen. Schließlich entwickelt Continental auch Winterreifen, Luftfederbeläge zur Federung von Omnibussen und Lastkraftwagen und beginnt als erste deutsche Firma die Produktion von schlauchlosen Reifen und Gürtelreifen.

In den 60-iger Jahren hat die Continental AG rund 26.800 Mitarbeiter beschäftigt und schreibt über 1 Milliarde Deutsche Mark Umsatz. Mit der Produktion, der im Extrusionsblasverfahren hergestellten Polyurethan-Faltenbeläge, zeichnet sich die Continental AG damals als erster KFZ-Hersteller aus. 1979 erwirbt das Unternehmen Anteile der amerikanischen Uniroyal Inc. und erweitert den Markt. Danach werden spezielle Hydrolager für Schwingungs- und Schallbekämpfung im Motorenbau hergestellt und Anteile des österreichischen Unternehmens Semperit, sowie des nordamerikanischen Reifenherstellers General Tire. Inc übernommen. Nun expandiert das Unternehmen nach Portugal und beginnt die Produktion von Reifen in Lousado.

Die Dachmarken ContiTech und ContiEcoContact bringen der Continental AG weitere Innovationen in Bereich Reifen. Die Firma wird erster Hersteller von einem umweltschonenden Pkw-Reifen. Die Continental AG beteiligt sich an dem tschechischen Unternehmen Barum und umfasst neben dem Werk für PKW- und Nutzfahrzeugreifen noch weitere 50 Filialen. Das Unternehmen besitzt nun nicht nur verschiedene Handelsgesellschaften, wie Vergölst, sondern auch über 2.200 Reifenfach- und Franchisebetriebe. Unter den Namen ContiTech wird nun auch die Benecke-Kaliko Ag integriert um Kunstleder und Folien zu produzieren.

Die Continental AG produziert ab 1997 ISAD, ein Aggregat, das Anlasser und Lichtmaschine im Fahrzeug kombiniert, dass zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen beitragen soll. 1998 weitet die Continental AG die Reifenproduktion nach Agentinien, Mexiko, Südafrika und Slowakei aus. Später kommen dann Brasilien, Chile und Ungarn hinzu.

Im Jahre 2000 wird das Gemeinschaftsunternehmen Continental Teves Corporation in Rumänien gegründet und im Gebiet der Brems-und Fahrwerksysteme für den japanischen und koreanischen Markt gehandelt. Im Bereich Fahrzeugelektronik bringt sich die Continental AG mit dem Erwerb des internationalen Elektronikspezialisten Temic ein. 2003 liefert die Firma den allerersten Straßenreifen, der für eine Geschwindigkeit von 360km/h zugelassen ist, den ContiSport Contact 2 Vmax.
Im Jahre 2004 wird mit der Phoenix AG fusioniert und die ContiTech AG und Phoenix werden zum weltgrößten Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie.

Später weitet sich die AG weiter aus und übernimmt die Motorola Inc., was der Continental AG weitere Geschäftsvorteile im Bereich Autoelektronik einbringt und den Einstieg in die Geschäftsbereiche Fahrwerksteuerung und Antrieb, Sensorik und Komfortelektronik, sowie Telematikgeschäft bringt. Die Firma erweitert ihren Markt im Jahre 2007 auch nach Zentral- und Osteuropa aus, in dem sie sich an der slowakischen Continental Matador Rubber s.r.o. mehrheitlich beteiligt und engagiert sich im Bereich Lkw-Reifen. Zusätzlich erwirbt sie Anteile der Siemens VDO Automotive AG und rückt unter die TOP 5 Zulieferer der Automobilindustrie. Gleichzeitig wird die Marktposition in Europa, Nordamerika und Asien maßgeblich gestärkt. Ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum wird in Asien eröffnet und die Schaeffler KG wird Großaktionär der Continental AG im Jahr 2008.