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Varta

Varta Consumer Batteries

1887 legt Adolf Müller mit der Firma Büsche & Müller den Grundstein für das zukünftige Unternehmen Varta. 1890 investieren die Firmen AEG und Siemens in Büsche & Müller und es entsteht die Akkumulatorenfabrik AG (AFA). Das erste Elektroauto wird durch die AFA-Batterien mit Strom versorgt. 1904 kreiert AFA die Marke Varta, um die Akkumulatoren besser über die Varta GmbH, als Tochter- und Vertriebsgesellschaft, mit Sitz in Berlin, zu vermarkten. Die ersten Bleiakkumulatoren wurden damals für Taschenlampen, Telegraphen und Signalapparate verwendet. Im Jahre 1914 setzt sich die Blei-Säure-Batterie, zum verlässlichen Start von Automotoren, durch. Das Unternehmen Varta erweitert seinen Markt und expandiert international. AFA übernimmt die Chemische Fabrik AG Pertrix. Das Unternehmen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die erste lagerfähige Trockenbatterie entwickelt.  

Vor dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Autoanzahl weltweit auf über 3 Millionen Fahrzeuge und somit stieg auch der Bedarf an Batterien. Varta passt nun die Batterien auf eine Standardgröße an und ermöglicht so den Einsatz für jedes Auto und einen schnellen Tausch.
Im Zweiten Weltkrieg nahm das Unternehmen in Hagen, neben ausländischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, auch Hälftlinge aus Konzentrationslagern auf. Ein KZ-Außenlager wurde in Stöcken direkt neben dem Werksgelände der Akkumulatorenfabrik eingerichtet. Sehr viele der rund 15.000 KZ-Hälftlinge überlebten die schlechten Arbeitsbedingungen nicht oder wurden wegen Arbeitsunfähigkeit ermordet. Während des Krieges war die AFA Hauptlieferant von Antriebsbatterien, für U-Boote und Fernraketen.

Ab 1955 beginnt die Batterienproduktion so richtig. Es werden Montagebänder für schnellere und günstigere Batterienproduktion eingesetzt und sogar eine mit doppelt, kaschiertem Separator, tragbare Batterie wurde entwickelt. Diese Batterie brachte Varta nach vorne und 23 Länder übernahmen dafür das Patent. Der Automobil-Boom der 60er Jahre macht Varta populär. Der Wechsel von 6-Volt-Batterien auf 12-Volt war für Varta wichtig, um den wachsenden Energiebedürfnissen der neuen Fahrzeugmodelle zu entsprechen.
Die Trockenbatterie geht in Serienproduktion. Veränderungen an den Batteriematerialien werden vorgenommen, z.B. Holzteile oder Hartgummi werden durch Plastikteile ersetzt. Die Batterien werden auslaufsicher, vibrationsresistent und zyklenfest. 1978 werden die ersten wartungsfreien Starterbatterien auf dem Markt verkauft. Sie beruhen auf die Seleniumtechnologie und haben eine niedrige Selbstentladung, verbrauchen wenig Wasser und senken die Kosten.

Im Laufe der Jahre ergeben sich wartungsfreie Batterien für LKWs, neue Verfahrensweisen in der Gitter-Technologie, ermöglichen eine bessere Kaltstartleistung und Batterien für den LKW Bereich Super Heavy Duty kommen auf den Markt. Sie verfügen über innovative Glasvliesschichten, bieten eine bessere Zyklenfestigkeit und höhere Startleistung und sind dazu noch vibrationsresistent. Die in Europa angekommende Silber-Technologie für LKWs wird zügig angenommen und gibt den Batterien eine längere Lebensdauer, Wartungsfreiheit und unübertroffene Leistungsstärke. Die Abteilungen für tragbare Batterien werden bei Varta zusammengelegt um größere Effizienz zu erreichen. Das neue Tochterunternehmen heißt nun VARTA Gerätebatterie GmbH.

Ab 2000 eröffnet Varta ein neues Werk für Autobatterien-Technologie in Hannover und Johnson Controls, der Weltmarktführer für Autobatterien übernimmt Varta. Dies bietet für den Geschäftsbereich Batterien eine solide Basis für künftiges Wachstum. Johnson Controls wird 2003, von den führenden Fahrzeugherstellern, als allererster Lieferant für AGM-Batterien für Luxusautos, ausgezeichnet. Das Besondere an den AGM-Batterien ist, dass sie kippsicher und wartungsfrei sind. Mit den Modellvarianten Silver, Blue und Black bringt Johnson Controls die erstlassige SLI-Batteriereihe VARTA Dynamic Trio auf den Markt und erfüllt hier alle Energieansprüche der Fahrzeuge. Die innovativen Start-Stopp-Batterien werden bei BMW und Mini eingesetzt. Johnson Controls wird führender Lieferant von Start-Stopp-Systemen sowie Hybrid und Elektroautos. Die Power-Frame-Technologie wird entwickelt und sorgt für optimalen Energiefluss, unschlagbare Leistung und kompromisslose Zuverlässigkeit, egal bei welcher Batterieanwendung. 2009 wird Johnson Controls mit dem "Best Sales Marketing & After Sales Support Award 2009 sowie als "Supplier of the Year 2009" ausgezeichnet. Führende Autohersteller verlassen sich für die Start-Stopp-Systemen auf die bewährte Varta Batterie Lösungen. In über 80% der Fahrzeuge wird Varta eingesetzt. In 2010 wird die Start-Stopp Batteriereihe erweitert. Varta hat nun, die auf AGM-Technologie basierenden Start-Stopp Plus Batterien für Autos mit fortgeschrittenem Start-Stopp-System, sowie die Varta Start-Stopp Batterien auf EFB-Technologie basierend und für Fahrzeuge mit Start-Stopp-System der Einstiegsklasse, auf dem Markt.

Das Recyclingprogramm Ecosteps wird ins Leben gerufen. Hierbei geht es um professionelles und umweltschonendes Recycling von Autobatterien um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. Ein Service Programm für Start-Stopp-Batterien wird ins Lebens gerufen. Unabhängige Werkstätten werden technisch mit spezialisierten Tools ausgerüstet, um so den Batterietausch für Fahrzeugen mit Start-Stopp-System zu vereinfachen. 2011 wird die Varta Start-Stopp Batteriereihe beim Edison-Wettbewerb, als bestes Produkt ausgezeichnet. Die Produktionskapazitäten innerhalb Europa werden ausgeweitet um die steigende Nachfrage zu decken. In 2014 erweitert Johnson Controls das leistungsstarke Trio Silver, Blue, Black der AGM und EFB Batterien und bietet so noch mehr Leistung und Ausdauer für Hochleistungsfahrzeuge und Start-Stopp-Anwendungen. 2016 wird der asiatische und europäische Markt mit wartungsfreien Batterien versorgt und um spezielle Batterien für extreme Klimabedingungen und Wartungsfreiheit erweitert. Diese Batterien sind leistungsstärker, langlebiger und sichern die Mobilität. Darüber hinaus sind sie umweltfreundlich produziert und ersparen 20% Energie und 20% ausgesetzte Treibhausgase.